Seit ungefähr 2500 Jahren ist die Astrologie die Grundlage, auf der Menschen verschiedener Kulturen versuchen, sich selbst und ihren Platz in der Welt zu verstehen.
Damals begannen in Babylon Menschen, das astrologische System zu entwickeln, das schliesslich zur heutigen Form der Horoskope und Deutungstechniken führen sollten. Aber auch in Ägypten und China, etwas später in Mittel- und Südamerika entstanden eigene Richtungen der Astrologie.
Eine Begegnung mit der Astrologie ist eine Begegnung mit mir selbst. Sie kann mich von dem Wunsch befreien, jemand anderer zu sein als der wir sind. Sie wird uns aber auch die Illusion rauben, jemand anderer sein zu können als der, der wir sind. Wir werden uns durch die Astrologie mit dem Gedanken anfreunden können, unser eigenes Leben zu leben, und kein anderes. Diese Einsicht kann sehr befreiend, aber auch schmerzhaft sein.
Über die Astrologie können wir nicht nur uns selbst, sondern auch andere Menschen besser verstehen. Dies kann uns helfen, toleranter mit eigenen Schwächen und gelassener mit den Stärken anderer umzugehen. Durch sie können wir erkennen, dass jeder die Welt auf seine Weise wahrnimmt und so zu einem einmaligen Individuum wird, das auf seine Weise sich selbst zum Ausdruck bringt.
Astrologie ist kein Königsweg zur Erleuchtung, und uns werden trotz astrologischen Kenntnisse bestimmte Probleme im Leben nicht erspart bleiben. Sie kann uns jedoch darin unterstützen, zwischen unvermeidbarem Leid und neurotischem Leiden zu unterscheiden und diejenigen Probleme zu konfrontieren, deren Bewältigung uns wirklich weiterbringt.
Astrologisches Wissen ist ein machtvolles Erkenntnisinstrument. Der Umgang damit erfordert Disziplin und eine gewisse seelische Reife. Aus diesem Grund sind dieselben moralischen Anforderungen an Astrologiekundige zu stellen, wie sie für andere beratende Tätigkeiten im medizinischen und psychologischen Bereich auch gelten.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. September 2008 um 18:09 Uhr |