Astrologie und Mental-Training

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"Die Annahme der Astrologen sind nicht mehr korrekt"

Das Sternbild Fische fällt heute mit dem Tierkreiszeichen Widder zusammen.
Artikel ON 11.9.08 " Der Astronomietag ist eine Reise in die faszinierenden Tiefen des Weltalls" von der Astrophysikerin Barbara Burtscher.

Als Astrologin fühle ich mich von dieser Aussage natürlich betroffen. Seit mehr als 12 Jahren arbeite ich beruflich als Astrologin und wünschte mir, dass die Astronomen oder die Astrologie-Gegner endlich einmal ein anderes Argument finden, warum die Astrologie nicht funktionieren kann.

Schade ist, dass es wie überall, keine Zusammenarbeit gibt, sondern ein Konkurrenzkampf herrscht.

Der Siderische und der tropische Tierkreis
Jeder Astrologe versuchte schon mehrmals den Gegnern klar zu machen, dass es zwei verschiedene Berechnungen gibt.

Der Jahreslauf ist  der erste und wichtigste Bezug der Astrologie. Zu diesen Phänomenen zählen, die vier Stationen, die die Sonne Jahr für Jahr durchläuft: der längste Tag, der kürzeste Tag und die beiden Tag- und Nachtgleichen.

Die Zeit, die die Sonne braucht, um diese Strecke zu durchwandern, nennen wir ein Jahr, und aus der Zeit, die der Mond für die Umrundung der Erde braucht, ging der ursprüngliche Monat hervor. Schon früh hat man diese Bahn in zwölf gleiche Abschnitte untergliedert, die wir heute Sternzeichen nennen, und man hat sie nach den Sternbildern benannt, die damals am Himmel in diesen gedachten Sektoren standen.

Zu keinem Zeitpunkt waren die Sternzeichen mit den Sternbildern identisch.

Sternbilder kann man am Himmel sehen. Es sind Fixsternkonstellationen völlig unterschiedlicher Grösse. Demgegenüber handelt es sich bei den sogenannten Sternzeichen um stets gleich grosse Streckenabschnitte von jeweils 30 Grad im Jahreslauf der Sonne.

Es hat schon für viel Verwirrung und unsinnigen Behauptungen gesorgt, dass wir es mit zwei verschiedenen Kreisen zu tun haben.

Die Astrologie beschäftigt sich mit Sternzeichen, also mit den gleichen Segmenten im Kreis, der aus dem Jahreslauf der Sonne hervorgeht. Man nennt ihn den tropischen Tierkreis. Dort beginnt Jahr für Jahr der Streckenabschnitt Widder mit der Frühlingstagundnachtgleiche.

Die Astronomie dagegen befasst sich mit dem siderischen Tierkreis, der sich aus den Sternbildern am Fixsternhimmel ergibt, die vor langer Zeit hinter den Sternzeichen des tropischen Kreises gestanden haben und ihnen ihre Namen gaben. Inzwischen aber ist dieser Fixsternhimmel weiter gewandert; denn infolge einer Kreiselbewegung der Erdachse, scheint sich der Tierkreis um die Erde zu drehen. Diese Bewegung,  ist mit einem Grad in 72 Jahren recht langsam, aber über die Jahrhunderte addieren sich auch diese kleinen Schritte zu einer bemerkenswerten Strecke. In ungefähr 2160 Jahren sind es 30 Grad, immerhin ein Zwölftes des Kreises.

Am Jahreslauf der Sonne aber hat sich in all den Jahrtausenden nichts geändert. Nach wie vor erreicht sie Jahr für Jahr am Tag der Frühlingstagundnachtgleiche den Beginn ihrer Umlaufbahn, dessen erste 30 Grad die Astrologen nennen. Zugleich aber sagt ein heutiger Astronom, dass sie im Sternbild steht. Beide haben recht. Man muss nur wissen, worauf die Aussage bezug nimmt. Spricht man von Sternzeichen im tropischen Tierkreis, also den gleichlangen und gleichbleibenden Streckenabschnitten, oder spricht manr von den unterschiedlich grossen Sternbildern des siderischen Tierkreises am Fixsternhimmel, die ganz langsam weiterziehen?

Damit wird das beliebteste Argument gegen die Astrologie hinfällig, der ja immer wieder vorgeworfen wird, dass sie Planeten in Sternbildern vermuten, in denen sie schon seit mindestens 2000 Jahren nicht mehr stünden. Wer so argumentiert, hat nicht verstanden, dass es dabei um zwei unterschiedliche Bezugssysteme geht, um zwei Kreise, die beide richtig sind und bei denen sich jede Position von dem einen Kreis jederzeit exakt auf den anderen "umrechnen" lässt.

Schade, dass die Astronomen nicht mehr davon wissen oder nicht wissen wollen!
Beatrice Marty, Dipl. Astrologin Wangen SZ
 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. November 2008 um 20:12 Uhr